MKR [mf] - Tab-Ind - Oldenkott Hanau
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Tabakindustrie - Oldenkott - Hanau
Liste aller im Internet findbaren Fabriken, ehemalige und auch noch tätige Betriebe.
Diese Liste ist nur ein kleiner Ausschnitt sämtlicher Betriebe und wird laufend aktualisiert. Fehlende Betriebe können auch beim Handelsregister Register Portal nachgeschlagen werden. Ich bitte um Mithilfe bei der Vervollständigung der Liste.

Legende

Schrift im Blau - existierende Betriebe
Schrift in Gelb - ungesicherte Daten

Schrift in Grün - Größe und Umfang der tabakverarbeitenden Industrie
Schrift in Rot - neuer oder aktualisierter Datensatz
TaFa - Tabakfabrik (Rauch-,Schnupf- und/oder Kautabaktabak und/oder Zigarren und/oder Cigaretten oder alles in einem Betrieb)
ZiFa - Zigarrenfabrik (ausschließlich Herstellung von Zigarren, Stumpen etc.)
KaFa - Kautabakfabrik (ausschließlich Herstellung von Kautabak, Priem, Stangen, Rollen etc.)
CiFa - Cigarettenfabrik (ausschließlich Herstellung von Cigaretten)
SnuFa/Brafa - Schnupftabakfabrik/Brasiltabakfabrik (ausschließlich Herstellung von Schnupftabak, Schmalzler etc.)
Filialen/Größe - ist der Versuch die Größe mittels Näherungswerten zu beschreiben
Zulief - Zulieferer, Lieferant
Handel - (Groß-)Händler, Vertrieb
Bland, admin. Einheit - Bundesland oder administrative Einheit
exist - Status des Betriebes, ob tätig oder bereits erloschen
 

Laden/Betrieb

Filialen

Größe

Art

PLZ

Ort

Bland, admin. Einheit

exist

Land

Cigarren-, Rauchtabak- und Cigaretten-Fabriken Heinrich Oldenkott & Co. GmbH, Stammhaus in Amsterdam, Filialen in Hanau und Bingen

ja

2

TaFa

1011

Amsterdam

Nordholland

nein

Holland

Cigarren-, Rauchtabak- und Cigaretten-Fabriken Heinrich Oldenkott & Co. GmbH, Stammhaus in Amsterdam, hier Filiale in Hanau, gegr.1828

ja

2

TaFa

63400

Hanau a. Main

Hessen

nein

Deutschland

Cigarren-, Rauchtabak- und Cigaretten-Fabriken Heinrich Oldenkott & Co. GmbH, Stammhaus in Amsterdam, hier Filiale in Bingen a. Rhein, gegr. 1902

ja

2

TaFa

55400

Bingen a. Rhein

Rheinland-Pfalz

nein

Deutschland

Cigarren-, Rauchtabak- und Cigaretten-Fabriken Heinrich Oldenkott & Co. GmbH, Stammhaus in Amsterdam, hier Filiale in Bad Orb, gegr. 1863
-> [click and jump] (Bad Orb Chronik)

ja

2

ZiFa

63619

Bad Orb

Hessen

nein

Deutschland

Weiterführende Quellen:
-> Google Suche
-> Google Bilder Suche

Leben vom "weißen Gold" und von Zigarren
Jahrhundertelang war Orb von der Salzgewinnung geprägt / Mit der Industrialisierung kam der Niedergang
-> https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/leben-weissen-gold-zigarren-11512016.html
In der Übergangsphase sichert eine kleine Zigarrenindustrie vielen Menschen das Existenzminimum. 1863 eröffnet die Hanauer Firma Heinrich Oldenkott & Co mit Blick auf die vielen billigen Arbeitskräfte in der Burg eine Filiale, beschreibt die Hobbyhistorikern Helga Koch in der Jubiläumsschrift "950 Jahre Orb". 26 Herstellungsbetriebe werden es insgesamt - als letzte Zigarrenfabrik schließt das Freiwerk 1972 seine Pforten.

Oldenkott aus den Niederlanden in Hanau
-> http://www.digitalis.uni-koeln.de/Wolff/wolff329-337.pdf
Die Geschichte der Zigarrenindustrie im Spessart hat in Orb ihren Anfang; die bekannte niederländische Tabakimportfirma Oldenkott war nach 1864 nach Hanau übergesiedelt und suchte von hier aus an den Bahnen Hanau-Gelnhausen-Bebra und Hanau-Aschaffenburg mit Erfolg nach billigen Arbeitskräften. In Nord- westdeutschland hatte die ungeheuere Ausdehnung der Industrie und des Verkehrs die billigen Tabakarbeiter selten gemacht.

Historischer Stadtrundgang durch Bad Orb
-> https://www.bad-orb.info/content/download/2314/25981/version/1/file/Historischer+Stadtrundgang.pdf
Der Palas wurde 1986–88 grundlegend restauriert, um den Zugangsturm mit Treppenhaus und Lift erweitert und zum Museum ausgebaut. Bei der Restaurierung wurden vorher nicht bekannte zugemauerte romanische Rundbogen
entdeckt. Die großen gleichförmigen Fenster wurden 1865 bei Einrichtung einer Zigarrenfabrik (Oldenkott) durch die Mauern gebrochen.


Google Books: Orb-Chronik
von Peter Georg Bremer
-> [click and jump]

Großes Geld aus blauem Dunst
Vor genau 400 Jahren begann in Hanau der Anbau eines äußerst lukrativen Krauts:
Flüchtlinge aus den Niederlanden machten die Stadt in kurzer Zeit zum größten Tabakproduzenten Europas.
-> https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/grosses-geld-blauem-dunst-11525066.html
Doch erst 1812 wurde in Hanau die erste Zigarre verkauft, wie der Stadtchronist Ernst Zimmermann pedantisch festhielt. Und erst um 1828 wurden hier die ersten Zigarren gewickelt - in der Fabrik von Heinrich Oldenkott. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich die Zigarrenindustrie zum wichtigsten Wirtschaftssektor Hanaus. Waren 1834 etwa 100 Zigarrenmacher beschäftigt, betrug die Zahl zehn Jahre später über tausend in 14 Fabriken und vielen Kleinbetrieben. 1863 wurde mit 1746 Beschäftigten eine neuer Höchststand erreicht. Bis ins 20. Jahrhundert hinein reichte der Wachstumstrend. Im Kreis schloss die letzte Zigarrenfabrik erst in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Frauenleben im Main-Kinzig-Kreis
Schwerarbeit Zigarrendrehen
Tausende Frauen und Kinder schufteten für die Sucht der anderen - weit über 100 Zigarrenfabriken gab es in Hanau im 19. Jahrhundert, wie eine Gruppe engagierter Autorinnen recherchierte.

-> https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/spd-org26325/schwerarbeit-zigarrendrehen-11525012.html

Dem Vergessen entrissen
-> https://www.op-online.de/region/hanau/vergessen-entrissen-447130.html
Hanau - Auf ihrer Spurensuche nach der Geschichte und den Geschichten von Zigarrenarbeiterinnen zwischen Dörnigheim und Schlüchtern wurde die Hanauer Journalistin und 2. Vorsitzende des in Gelnhausen ansässigen „Archiv Frauenleben im Main-Kinzig-Kreis“ auch in Steinheim, Klein-Auheim und Großauheim fündig. Von Dieter Kögel

Plantagen in der Altstadt
Tabakindustrie war in der Region einst ein blühender Wirtschaftszweig
-> https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/plantagen-altstadt-11266391.html

Als man im Tanzsaal den Tabak rollte
Wirtschaftsgeschichte: Vor 40 Jahren endete im Kahlgrund die Ära der Zigarrenfabrikation - Einst mehr als 2500 Arbeitsplätze für Frauen und Mädchen
-> https://www.main-echo.de/regional/stadt-kreis-aschaffenburg/art3981,2417871

Blauer Dunst und flinke Finger - Geschichtsverein Rodenbach
-> http://www.geschichtsverein-rodenbach.de/tabak.htm
Die Gemeindebücherei und der Geschichtsverein Rodenbach hatten Frau Rotraud Schäfer eingeladen, die über das Buch „Blauer Dunst und flinke Finger„ berichtete und auch einzelne Schicksale der Tabak-Arbeiterinnen vorlas. Frau Schäfer, Vorsitzende des Archivs „ Frauenleben „ in Hanau, hat durch eigene Recherchen einen spannenden und interessanten Bericht vorgetragen.
Anfang des 17.Jahrhunderts, als die Valonen nach Hanau kamen brachten sie den Tabak mit nach Hanau. Der Tabak-Anbau in Hanau war von hoher Qualität und wurde in viele Länder exportiert. Mit dem Tabak wurde sehr viel Geld verdient, so dass man den Anbau einschränken musste, da sonst für den Ackerbau nicht mehr genug Fläche zur Verfügung gestanden hätte. Zuerst wurde der Tabak gekaut geschluckt und auch getrunken. Durch den 30 jährigen Krieg hat sich der Tabak im ganzen Land verbreitet. Für die Soldaten war es eine Beruhigungs- und Ablenkungsdroge. Ab 1650 kannte man dann die Pfeifen, dadurch hat man Tabak geschnitten und es gab keine Abfälle mehr. Selbst die Rippen der Blätter wurden verarbeitet. Zuerst war es ein Privileg der Männer zu rauchen, aber Frauen rauchten dann auch Zigarren. Die Mutter von Goethe gönnte sich dann und wann eine Zigarre worüber ihr Sohn nicht sehr begeistert war. Rauchen war nur etwas für reiche Leute.
Die Folgen des Tabak-Anbaus war dann die Entstehung der Zigarren-Fabriken. Um Kosten zu sparen verlegte man die Fabrikation aufs Land. 1880 bis 1956 waren in Freigericht 13 Zigarrenfabriken , in Ober- und Niederrodenbach gab es auch eine Fabrik. 1974 wurde in Bad-Orb die letzte Fabrik aufgelöst. Vorwiegend Frauen und Mädchen arbeiteten in den Fabriken. Die Mädchen gingen direkt nach Abschluss der Schule vierzehnjährig in die Fabriken. Während der Schulzeit mussten sie die kleineren Geschwister versorgen, da die Mütter bis zu 10 Stunden in den Fabriken arbeiteten. Männer hatten vorwiegend die besseren Arbeitsplätze ( Überwachung und Kontrolle der Arbeiterinnen ). Frauen wickelten bis zu 100 Stück am Tag, bei einem Verdienst von 15,00 Mark in der Woche. Oftmals nahmen Frauen noch Material mit nach Hause um bis in die Nachtstunden zu arbeiten. Als Sonderleistung erhielten sie zu Weihnachten eine Zigarre auch hier wurden die Männer bevorzugt. Was erschwerend hinzukam, dass viele Frauen an Tuberkulose erkrankten, was am Anfang nicht als Ursache gesehen wurde. Staub, Feuchtigkeit und die lange Sitztätigkeit löste bei den Frauen viele gesundheitliche Probleme aus. Hier wurde uns wieder einmal vor Augen geführt, dass die Frauen einen großen Anteil der wirtschaftlichen Entwicklung getragen haben.
Text: Dorothea Grüter


Wikipedia - Oldenkott
-> https://de.wikipedia.org/wiki/Oldenkott_(Unternehmen)

Bilder-Galerie:

Oldenkott Hanau
Okdenkott Hanau
Oldenkott Hanau
Okdenkott Hanau

Alte Marken
 

Hersteller

Marke

Sorte

Banderolen - Nummer

Rauchtabak-und Cigarren-Fabriken Heinr. Oldenkott & Co., Hanau a. Main Oldenkott Mixture

Tabak/Feinschnitt

[...]

Rauchtabak-und Cigarren-Fabriken Heinr. Oldenkott & Co., Hanau a. Main

Oldenkott Mixture mild

Tabak/Feinschnitt

[...]

Rauchtabak-und Cigarren-Fabriken Heinr. Oldenkott & Co., Hanau a. Main Pflanzer

Tabak/Feinschnitt

[...]

Rauchtabak-und Cigarren-Fabriken Heinr. Oldenkott & Co., Hanau a. Main Pastorentabak

Tabak/Feinschnitt

[...]

Rauchtabak-und Cigarren-Fabriken Heinr. Oldenkott & Co., Hanau a. Main Spezialität 131

Tabak/Feinschnitt

[...]

Rauchtabak-und Cigarren-Fabriken Heinr. Oldenkott & Co., Hanau a. Main Feinster Maracaibo - Goldpudel

Tabak/Feinschnitt

[...]

Rauchtabak-und Cigarren-Fabriken Heinr. Oldenkott & Co., Hanau a. Main Oldenkott Shag Calumet

Tabak/Feinschnitt

[...]

Rauchtabak-und Cigarren-Fabriken Heinr. Oldenkott & Co., Hanau a. Main Varinas No7

Tabak/Feinschnitt

[...]

Erklärung:
Ich sammle vorrangig  Informationen zu Betrieben aus Deutschland und dem restlichen Europa. Ich bin auch an Informationen zu Betrieben aus aller Welt interessiert. Dabei möchte ich etwas erfahren über die Geschichte, den Werdegang und wirtschaftliche Daten. Inbesondere möchte ich darstellen welche Betriebe den wirtschaflichen Konzentrationsprozess überlebten bzw. welche  Betriebe durch die Konzentration übernommen wurden. Diese Angaben sammle ich dann auf der Seite "Steckbriefe" und werden entsprechend dem Erkenntnisstand aktualisiert. Die Daten der Betriebe werden hier geografisch sortiert von Nord nach Süd und von West nach Ost.


Ich bin kein Sammler von Dosen, Schachteln und sonstigen Gegenständen (Sammelobjekten), die die Existenz von ehemaligen Betrieben belegen. Doch die Informationen, die Sammler von diesen Gegenständen haben wie die Firmendaten, Logos, Schriftzüge, Embleme, Banderolennummern (die Herstellernummer auf den Steuerzeichen), Orts- und Zeitangaben sind für mich interessant.
Notiz
Dobbelmann Seite, Marken
Oldenkott Seite, Marken
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MKR [mf]
Mein kleiner Rauchsalon
von Matthias Flachmann
aus Duisburg
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